Weiterbildung für Young Professionals, Nachwuchstalente und Einsteiger:innen

Wir vergeben zwei Teilstipendien für interessierte Nachwuchsfachkräfte und übernehmen 50% der Teilnahmegebühr.*

Workshopzeitraum:

4. & 5. November 2022 – Online via Zoom
18. & 19. November 2022 – Online via Zoom
2. & 3. Dezember 2022 – in Präsens im MMZ – Mitteldeutsches Multimediazentrum Halle (Saale)

Die berufsbegleitende Weiterbildung Postproduction Supervisor – Einsteiger:innen zum Einstieg in die Film(Post-)produktion, vermittelt Grundlagenwissen und Fakten in den Bereichen Bild- und Tonformate, Kameraarbeit, Visuelle Effekte, Color-Grading, Sound-Post, Sounddesign & Musik, Workflow und Budgetierung. Anhand von Beispielprojekten orientiert sich die Weiterbildung praxisnah an den gestiegenen Herausforderungen des Marktes (Digitalisierung, Anforderungen von Streamingdiensten und neue Formate sowie Aufnahmemöglichkeiten) und macht die Teilnehmenden fit für den Job. Es geht darum Verständnis zu erzeugen, Workflows und Budgets zu erarbeiten und anzuwenden, am ersten Beispiel zu erlernen und umzusetzen.

ZIELGRUPPE

Die Weiterbildung richtet sich an Berufseinsteiger:innen folgender Gewerke im Produktions- und Postproduktionsbereich: Produktionsassistent:innen, Editor:innen, Mediengestalter:innen, Auszubildende, Werkstudent:innen in Produktionsfirmen, Einsteiger:innen, Quereinsteiger:innen audiovisueller Berufe sowie weitere verwandte Berufsbilder, die für diese Qualifizierung in Frage kommen bzw. am Einstieg in die Filmproduktion interessiert sind. Die Weiterbildung soll den Teilnehmenden einen praxisbezogenen Einblick in die Postproduktion und den damit verbundenen Arbeitsschritten und Gewerken vermitteln.

PROGRAMM

Expert:innen werden den Teilnehmenden ihre Arbeitsbereich vorstellen. Wobei die Workshop-Tage chronologisch aufeinander aufbauen um anhand des Beispielprojekts praxisnah konkrete Arbeitsanforderunegen anwenden zu können. Die Prozesse der Postproduktion werden von der Projektvorbereitung und -analyse bis zur Endfertigung beleuchtet. Dabei wird den Teilnehmenden fortlaufend themenbezogenes Begleitmaterial zur Verfügung gestellt um, neben inhaltlichem Verständnis der Abläufe, eine eigene Postproduktionsplanung und ein Budget zu erarbeiten. Die Ergebnisse werden gemeinsam analysiert und besprochen.

THEMEN / INHALTE

  • Einführung: Was ist/was macht ein PPS?
  • Ziele und Aufgaben des Workshops
  • Grundlagen Workflow, Zeit- und Projektmanagement, Budget
  • Einführung: Bild- und Tonformate
  • Bildgestaltung
  • Editorial
  • Color-Grading
  • Tonpostproduktion
  • Musik im Film
  • Berufsbild und Anforderungen

DOZENT:INNEN (Auszug)

Tina Mersmann

Post Supervisorin (Kursleiterin/Head of Studies)

Tina hat als Produktions- und Herstellungsleiterin für Spiel- und Dokumentarfilme gearbeitet. Nach dem Übergang von analoger in die digitale Produktion in 2000, hat sie sich auf Postproduktion spezialisiert. Seit 2008 arbeitet sie als freiberufliche Post-Production Supervisorin an nationalen und internationalen Kinospiel- und Dokumentarfilmen Außerdem ist die Gastdozentin und Tutorin (z.B.. dffb, EPI, PAIQ). Weitere Infos gibt es hier.

Stephan Langnickel

Bild- und Tonformate (Head of Video bei digital images GmbH)

Stephan ist seit 2008 bei der digital images GmbH in Halle (Saale) tätig. Hier verantwortet er als Inhouse-Technical-Supervisor verschiedenstes im Bereich Mastering, die Deliverables und deren technische Abläufe.

Als Head of Video sowie Editor betreut Stephan Langnickel die Bild-Post-Produktion für national und international prämierte Kino- und Fernsehfilme, so zum Beispiel

  • „Directions – Geschichten einer Nacht“ von Stephan Komandarev; Cannes 2017 – Un Ceretain Regard…
  • Nanouk“ („Ága“) von Milko Lazarov; Abschlussfilm der Berlinale 2018
  • Die sagenhaften Vier“ von Christoph und Wolfgang Lauenstein
Patrick Günther "Call Harry"

Patrick Günther

VFX-Artist und Supervisor bei Call Harry

Patrick ist seit 2005 Teil der Postproduktionswelt in den Bereichen Commercial, Image- und Eventfilm, sowie einzelnen Langformaten. Nach seinem Studium an der FH Aachen mit Schwerpunkt Mediendesign & Film, schloss er dort 2004 mit der Ehrenmedaille der Hochschule ab. Seitdem arbeitete er als Editor für Filmproduktionen und später als Lead Compositor und Supervisor für namenhafte Postproduktionen in Hamburg. Mit großer Hingabe erstellte er mit dem 3D- und Kreativ-Department diverse Full CG Commercials. „Zu sehen, wie aus einem leeren Blatt Papier eine zauberhafte und detailreiche Welt entsteht, ist großartig.“

Während der Zeit als Department Head bei der Firma Optix, kümmerte er sich zudem um die Aus- und Weiterbildung der Praktikant*innen und Azubis mit dem Schwerpunkt „Learning To See“. Im Jahr 2017 gründete er dann das Postproduktionsunternehmen Call Harry, mit aktuellem Sitz in Halle an der Saale und ist für die Beratung und Umsetzung verschiedener digitaler Bewegtbildformate verantwortlich. What Harry says? „Every Frame Matters!“

Robert Lacroix

u.a. Digital Imaging Technician & Colorist

Nach dem Studium an der TU Ilmenau arbeitete Robert Lacroix mehrere Jahre vor allem in der Hamburger Werbefilmbranche, bevor er 2006 Lacroix Filmproduction Service gründete. Seit über 15 Jahren unterstützt er diverse Kino-, TV- und Werbefilmproduktionen mit seiner Expertise als Digital Imaging Technician, Colorist, Postproduktion – LAB, Lookentwicklung, VFX-Artist, Title-Design, Produktion von Werbe- & Imagefilm, Filmproduktionservice für TV, Film und Kino.

Mehr zu Robert Lacroix: https://lacroix-film.de/

Niko Remus

Head of Studies bei APostLab – Post-Production Supervisor

Nach vielen Jahre als Editor für fiktionale und dokumentarische Projekte wechselte Niko Remus in der Bereich der Post Supervision. Er arbeitet meist an internationalen Koproduktionen, die für ein Kinopublikum produziert werden. Zu seinen Projekte in den letzten Jahren gehörten u.a. “Ein Russischer Sommer” von Michael Hoffman, “Hannah Arendt” von Margarethe von Trotta, “Only Lovers Left Alive” von Jim Jarmusch, “About Endlessness” von Roy Andersson, “Eleanor & Colette” von Bille August und “Styx” von Wolfgang Fischer.

Niko Remus ist Dozent an unterschiedlichen Filmhochschulen und ist Coach bei Torino Film Lab, Rotterdam Lab und Berlinale Talents.
Seit 2010 ist er Teil des Teams von APostLab (früher EP2C) und übernahm die Rolle des Head of Studies im Jahr 2017.

Milena Fessmann

Musik Supervisorin

Seit 1991 arbeitet Milena Fessmann hauptberuflich als DJ (2001-2014 Radio Eins After Work Lounge, Trompete/Berlin, European Film Awards 2015 etc.) und war für verschiedene Radiosender tätig. Seit 1997 arbeitet sie für Radio Eins/RBB und ihre eigene wöchentliche Sendung „Free Falling“.
http://www.radioeins.de/programm/sendungen/free_falling/
1989 gründete sie CINESONG. Sie ist Moderatorin verschiedener nationaler Veranstaltungen und Panels wie dem „Cartoon Movie Award“/Postdam 2002-2008, Reeperbahn-Festival 2014-21, c/o pop Köln 2014-2021 und vielen mehr. Milena Fessmann unterrichtet Music Supervising und Copyright Clearing an Filmhochschulen wie der DFFB Berlin und ist Beiratsmitglied der World Soundtrack Academy. 2011 gründete sie eine Filmproduktionsfirma namens Sugar Town Filmproduction Gmbh & Co.kg. Das erste Projekt war „The Potential of Noise – Conny Plank“ von Stephan Plank und Reto Caduff. Sie ist ausführende Produzentin von „When Hitler stole Pink Rabbit“, unter der Regie der preisgekrönten Regisseurin Caroline Link und ist Koproduzentin bei „Evaluation“, „Girl made of Dust“, Regie: Hiam Abbass, „Prince of Swans“ und einigen anderen. Ihr neuestes Dokumentarfilmprojekt heißt „Jung kaput spart Altersheime“, unter der Regie von Christine Franz über Femal Punk und New Wave im deutschsprachigen Raum von 1979-89, das sich derzeit in der Vorproduktion befindet. Weitere Infos gibt es hier.

Torsten Giewat

Inhouse Producer by The Post Republic

Seit April 2022 arbeitet Torsten als Inhouse Producer bei The Post Republic für deren Standorte in Leipzig und Halle (Saale). Hier betreut er die dort in der Bildund Ton-Postproduktion befindlichen nationalen und internationalen Filme und Serien. Von 2013-2022 war er zunächst als Postproduction Producer später auch als Standortleiter für die ARRI Media in Halle (Saale) tätig. In dem Zeitraum hat er bei zahlreichen Spiel- und Dokumentarfilmen (Kino & TV) die drehbegleitende Dailies-Erstellung und Bildpostproduktion betreut. Davor arbeitete er fünf Jahre als freier Postproduktions-Koordinator für die Hallenser Produktionsfirma 42film sowie in den Bereichen Quality Check und Projektmanagement bei der ebenfalls in Halle ansässigen Firma digital images (digim). Somit blickt Torsten bereits auf mehr als 14 Jahre Berufserfahrung auf der organisatorischen Seite der Postproduktion zurück

Julia Radke

Filmproduktion und Mediatorin 

Seit 2002 ist Julia in unterschiedlichen Bereichen und Funktionen in der Filmproduktion tätig. Sie hat in der Postproduktion begonnen und betreut heute zumeist Kinospielfilmprojekte im internationalen Kontext als Produktions- und Herstellungsleiterin, Producerin oder Production
Supervisorin – teils von der Entwicklung bis zur Auswertung, darunter nicht nur preisgekrönte Filme wie DIE FREMDE, JOHN RABE und Ai WeiWei’s Dokumentation THE HUMAN FLOW, sondern kürzlich auch die englische-deutsche Serien-Koproduktion THEN YOU RUN sowie gelegentliche Werbefilmprojekte namhafter Agenturen.
Umfassende Workshop Erfahrung bringt sie vor allem aus ihrer langjährigen Repräsentanz für das internationale MEDIA Script Writing Programm SOURCES 2 und ihrer nebenberuflichen Ausbildung und Arbeit als Mediatorin und Coach mit.

Sabrina Naumann

Tonbearbeitung / Dialogbearbeitung

Sabrina Naumann absolvierte ihr erstes Praktikum 1999 in den Babelsberg Filmstudios. Danach arbeitete sie erst als Foley Editorin und dann als freiberufliche Dialogeditorin in verschiedenen Studios. Nach ein paar kurzen Abstechern ins Sounddesign entschied sie sich relativ schnell für eine Spezialisierung im Bereich O-Ton und ADR Bearbeitung. Über die Jahre sammelte sie viel Erfahrung, vor allem in der Bearbeitung fremder Sprachen, wie z. B. Ungarisch, Georgisch, Russisch oder Dari. Mittlerweile hat sie an etwa 100 Filmen und diversen Serien gearbeitet.

Martin Hampel

Produzent Twenty Twenty Vision & Pallas Film

Martin Hampel ist Produzent bei Twenty Twenty Vision (Berlin) und Pallas Film (Halle). Beide Firmen produzieren Filme mit universellen Handlungen, die weltweit Festival- und Kinoerfolge verzeichnen können.

Filmografie (aktuellste Filme):

TEL AVIV – BEIRUT von Michael Boganim (Tokyo IFF 2022), MEDITERRANEAN FEVER von Maha Haj (Cannes – Un Certain Regard 2022), THE DAM von Ali Cherri (Cannes – Director’s Fortnight 2022), MARIUPOLIS 2 von Mantas Kvedaravičius (Cannes – Special Screenings 2022), THE GRAVEDIGGER´S WIFE von Khadar Ahmed (Cannes – Semaine de la Critique 2021), THE MAN WHO SOLD HIS SKIN  von Kaouther Ben Hania (Oscar-Nominierung ‘Best international Feature Film’ 2020), IT MUST BE HEAVEN von Elia Suleiman (Cannes – Wettbewerb 2019)

Alex Beyer

Colourist & DIT

Nach dem Studium an der Filmuniversität Konrad Wolf in Babelsberg arbeitete Alex an zahlreichen Filmen als Assistant Editor & Editor und sammelte umfangreiche Erfahrungen in der Postproduktion als Inhouse-Producer bei der Post-Republic. 2016 hat er das 9 monatige postgraduierten Studium in Colour Grading ‚UPGRADE‘ an der dffb abgeschlossen und ist seither als Colourist & DIT tätig. Seit 2018 unterrichtet er regelmäßig an der Filmuniversität Konrad Wolf in Babelsberg ‚Einführung in das Colour Grading’.

Filmographie: https://www.crew-united.com/de/Alexander-Beyer_74011.html#!searchterm=Alexander%20Beyer

Kai Tebbel

Tongestaltung & Mischung

Kai Tebbel (geb. 1974 in Bremen) hat als leitender Sounddesigner und Mischtonmeister an mehr als 100 Spielfilmen, Dokumentationen und Serien gearbeitet. Seine Ausbildung zum Mediengestalter hat er 1995 bei den Ruhr Sound Studios in Dortmund absolviert.
Mit dem Umzug nach Berlin 1999 gründete er sein eigenes Studio, in dem unter anderem
Zusammenarbeiten mit Julie Delpy, Maria Schrader, Tom Tykwer, Fatih Akin, Wolfgang Becker, Oskar Roehler, Stefan Ruzowitzky stattgefunden haben.

Seit 2009 lebt und arbeitet er in Leipzig und ist als Gastdozent für den Studiengang Ton im Bereich, Experimentelles Sounddesign‘ an der Filmuniversität Potsdam tätig.
In den Jahren 2012 und 2013 hat er den sound workshop für Tom Tykwers „One Fine Day Films“ in Nairobi (Kenia) geleitet, sowie 2016 den EP2C post-production workshop in Halle (Saale) unterstützt. Seine Arbeiten an „Enfant terrible“ (Oskar Roehler), „Tschick“ (Fatih Akin) and „3 Tage in Quiberon“ (Emily Atef) waren 2021, 2018 und 2017 für die beste Tongestaltung (Deutscher Filmpreis) nominiert.

Seit 2020 ist er sowohl im Vorstand der deutschen
Filmakademie, als auch Musikredakteur beim Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF).

Foto: von Berg Photography

ANMELDUNG

Die Teilnehmerzahl der Weiterbildung Postproduction Supervisor Young Professionals ist auf 20 begrenzt. Die IAMA sichtet die Einsendungen u. a. nach dem Kenntnisstand des Bewerbers bzw. der Bewerberin, um u. a. Gruppenarbeit so effektiv wie möglich gestalten zu können.

Interessent:inen bewerben sich bitte per E-Mail mit folgenden Unterlagen:

  1. Motivationsschreiben
  2. Vita
  3. Anmeldeformular
Anmeldeformular

TEILNAHMEGEBÜHR

Die Teilnahmegebühr für den Workshop Postproduction Supervisor – Einsteiger:innen beträgt 600,00 Euro zzgl. 19 % MwSt. (714,00 Euro brutto) für TeilnehmerInnen aus dem MDM-Gebiet (Sachsen-Anhalt, Thüringen, Sachsen).

Die Teilnahmegebühr für den Workshop Postproduction Supervisor – Einsteiger:innen beträgt 1.000,00 Euro zzgl. 19 % MwSt. (1190,00 Euro brutto) für TeilnehmerInnen außerhalb des MDM-Gebietes (deutschsprachiger Raum). Die Gebühr beinhaltet Kursmaterialien, Bereitstellung des Praxisprojekts, Teilnahmebescheinigung bzw. Teilnahmezertifikat.

Nicht enthalten sind Reise-, Logis- und Cateringkosten.

* Die IAMA bietet zwei Teilstipendien an und übernimmt 50% der jeweiligen Teilnahmegebühr, um den Einstieg für Interessierte zu erleichtern. Voraussetzung ist das Einreichen eines aussagekräftigen Motivationsschreibens.

ANMELDUNGEN bis 31. Oktober 2022  per E-Mail an info@iama-halle.de

International Academy of Media and Arts e.V.
Christiane Blobel
Mansfelder Straße 56, 06108 Halle (Saale)
Tel.: +49 (0)345 478 08 08 | Fax: +49 (0)345 478 08 88

Unser Dank gilt unseren Partnern und Förderern.

PARTNER

FÖRDERER

MDM-gefördert