Weiterbildung im Beruf: Postproduction Supervisor für PROFESSIONALS
in Zusammenarbeit mit dem Amsterdam Post Lab (APostLab)

Netflix stiftet Stipendien*

30. September & 01. Oktober 2022 – Online-Workshop
14. & 15. Oktober 2022 – Online-Workshop
28. & 29. Oktober 2022 – Präsenzworkshop im Mitteldeutschen Multimediazentrum in Halle (Saale)

Der Workshop findet jeweils in der Zeit von 9.30 Uhr bis 16.00 Uhr statt.

Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass NETFLIX bis zu 2 Stipendien für diese Weiterbildung vergeben wird. Fokus und Ziel dieser zusätzlichen Förderung ist es, Chancengleichheit zu schaffen und somit die kulturelle und weltanschauliche Vielfalt in unserer Branche zu steigern. 

Um den Bedarf an Fachkräften im Postproduktionsbereich gerecht zu werden, plant die International Academy of Media and Arts e. V. (IAMA) bereits zum zweiten Mal gemeinsam mit dem Amsterdam Post Lab und dem Postpro Network Halle die Weiterbildung zum Postproduction Supervisor für Professionals. Die Weiterbildung orientiert sich praxisnah an den gestiegenen Herausforderungen des Marktes (Digitalisierung, Anforderungen von Streamingdiensten, Workflow, Budgetierung, etc. und neue Formate sowie Aufnahmemöglichkeiten) und macht die Teilnehmenden fit für die nächste Film- und Serienproduktion. Für eine fundierte Ausbildung und praxisbezogenen Austausch sorgen nationale und internationale Expert*innen der Filmbranche.

ZIELGRUPPE

Die Weiterbildung richtet sich auf professioneller Ebene an Inhaber folgender Positionen im Produktions- und Postproduktionsbereich: Producer*innen, Produktionsleiter*innen, Produktionsassistent*innen, Editor*innen, Herstellungsleiter*innen, Regisseur*innen sowie weitere verwandte Berufsbilder auf hoher Erfahrungsebene.

ZIELE

Die Weiterbildung soll von der Spezialisierung des Einzelnen auf aktuelle Standards und Anforderungen im Workflow der gesamten Postproduktion informieren. Der Prozess der Postproduktion wird dabei in den Kontext der jeweiligen Erzählung (Story) gestellt. Die Weiterbildung befähigt die Teilnehmenden, kommende Projekte aus der Perspektive des Postproduction-Supervisors zu konzipieren und durchzuführen. Deshalb sind die Teilnehmenden aufgerufen ein eigenes Projekt mitzubringen, das sich in Vorbereitung befindet und aus den Bereichen Fiktion oder Dokumentation kommt. Die IAMA stellt Teilnehmenden ohne eigenes Projekt zudem ein begleitendes Beispielprojekt zur Verfügung, an dem die Inhalte der Weiterbildung bearbeitet und erklärt werden.

PROGRAMM

Die Workshop-Tage werden in einzelnen Modulen stattfinden, in welchen jede Komponente der Postproduktion weitreichend referiert und reflektiert wird und anhand von Beispielprojekten (Cases-Studies) untermauert wird. Dabei werden einzelne Module wiederholt und Aufgaben an die Teilnehmer*innen gestellt, um Erlerntes praxisorientiert zu bearbeiten. Es werden sowohl Einzelarbeitssessions als auch Gruppenarbeitssessions initiiert, was den Teilnehmenden erlaubt, das Erlernte in kleinen Gruppen zu diskutieren und anzuwenden. Gruppenleiter*innen coachen dabei die Teilnehmenden.

THEMEN - INHALTE

Managing Post-Production
Zeitplanung – Workflow
Budgetierung
Critical Assumptions
Bild – Postproduction / VFX
Sound – Postproduction / Sounddesign
Editorial
Mastering / Lieferung / Archivierung

DOZENT:INNEN / EXPERT:INNEN

Niko Remus

Head of Studies bei APostLab – Post-Production Supervisor

Nach vielen Jahre als Editor für fiktionale und dokumentarische Projekte wechselte Niko Remus in der Bereich der Post Supervision. Er arbeitet meist an internationalen Koproduktionen, die für ein Kinopublikum produziert werden. Zu seinen Projekte in den letzten Jahren gehörten u.a. “Ein Russischer Sommer” von Michael Hoffman, “Hannah Arendt” von Margarethe von Trotta, “Only Lovers Left Alive” von Jim Jarmusch, “About Endlessness” von Roy Andersson, “Eleanor & Colette” von Bille August und “Styx” von Wolfgang Fischer.

Niko Remus ist Dozent an unterschiedlichen Filmhochschulen und ist Coach bei Torino Film Lab, Rotterdam Lab und Berlinale Talents.
Seit 2010 ist er Teil des Teams von APostLab (früher EP2C) und übernahm die Rolle des Head of Studies im Jahr 2017.

Yvonne Seitenglanz

Inhouse Producer bei Metrix Media

Yvonne ist seit 2017 als Inhouse Producerin bei dem halleschen Unternehmen Metrix Media tätig. Sie studierte Medien- und Kommunikationswissenschaften, Politikwissenschaften und Interkulturelle Wissenskommunikation an der MLU Halle-Wittenberg und schloss ihr Studium 2010 als Magistra Artium ab. Im Jahr 2006 machte sie einen einjährigen Zwischenstopp an der New York Film Academy und studierte Producing for Television and Film. Als Produktionsleiterin bei der Motion Works GmbH war sie unter anderem für die Animationsfilme „Mullewapp“ (2016) oder „The Adventures of Young Marco Polo“ (2013) verantwortlich.

Tina Mersmann

Postproduction Supervisorin

Tina hat als Produktions- und Herstellungsleiterin für Spiel- und Dokumentarfilme gearbeitet. Nach dem Übergang von analoger in die digitale Produktion in 2000, hat sie sich auf Postproduktion spezialisiert. Seit 2008 arbeitet sie als freiberufliche Post-Production Supervisorin an nationalen und internationalen Kinospiel- und Dokumentarfilmen Außerdem ist die Gastdozentin und Tutorin (z.B.. dffb, EPI, PAIQ). Weitere Infos gibt es hier.

Milena Fessmann

Musik Supervisorin

Seit 1991 arbeitet Milena Fessmann hauptberuflich als DJ (2001-2014 Radio Eins After Work Lounge, Trompete/Berlin, European Film Awards 2015 etc.) und war für verschiedene Radiosender tätig. Seit 1997 arbeitet sie für Radio Eins/RBB und ihre eigene wöchentliche Sendung „Free Falling“.
http://www.radioeins.de/programm/sendungen/free_falling/
1989 gründete sie CINESONG. Sie ist Moderatorin verschiedener nationaler Veranstaltungen und Panels wie dem „Cartoon Movie Award“/Postdam 2002-2008, Reeperbahn-Festival 2014-21, c/o pop Köln 2014-2021 und vielen mehr. Milena Fessmann unterrichtet Music Supervising und Copyright Clearing an Filmhochschulen wie der DFFB Berlin und ist Beiratsmitglied der World Soundtrack Academy. 2011 gründete sie eine Filmproduktionsfirma namens Sugar Town Filmproduction Gmbh & Co.kg. Das erste Projekt war „The Potential of Noise – Conny Plank“ von Stephan Plank und Reto Caduff. Sie ist ausführende Produzentin von „When Hitler stole Pink Rabbit“, unter der Regie der preisgekrönten Regisseurin Caroline Link und ist Koproduzentin bei „Evaluation“, „Girl made of Dust“, Regie: Hiam Abbass, „Prince of Swans“ und einigen anderen. Ihr neuestes Dokumentarfilmprojekt heißt „Jung kaput spart Altersheime“, unter der Regie von Christine Franz über Femal Punk und New Wave im deutschsprachigen Raum von 1979-89, das sich derzeit in der Vorproduktion befindet. Weitere Infos gibt es hier.

Stephan Langnickel

Technical Supervisor Mastering

Stephan ist seit 2008 bei der digital images GmbH in Halle (Saale) tätig. Hier verantwortet er als Inhouse-Technical-Supervisor verschiedenstes im Bereich Mastering, die Deliverables und deren technische Abläufe.

Als Head of Video sowie Editor betreut Stephan Langnickel die Bild-Post-Produktion für national und international prämierte Kino- und Fernsehfilme, so zum Beispiel

  • „Directions – Geschichten einer Nacht“ von Stephan Komandarev; Cannes 2017 – Un Ceretain Regard…
  • „Nanouk“ („Ága“) von Milko Lazarov; Abschlussfilm der Berlinale 2018
  • „Die sagenhaften Vier“ von Christoph und Wolfgang Lauenstein

Lola Knoblach

Postproduction Management Region DACH bei NETFLIX

Lola Knoblach hat Ihre berufliche Reise im Schneideraum begonnen, von wo sie zunächst im Online und wenig später in der Farbkorrektur gelandet ist. Nach ein paar Jahren am Resolve, ist sie schließlich auf die organisatorische Seite gewechselt und hat über 10 Jahre lang Kinofilme und High-Class-Serien erfolgreich durch die Bild-Post geführt. Seit Anfang 2021 ist die als Post Production Managerin für die Region DACH bei Netflix tätig.

Philip Hahn

Post Supervisor

Philip Hahn war von 2011 als Post Production Manager bei Bavaria Fiction GmbH tätig und arbeitet an nationalen und internationalen Spielfilmen. Dazu gehören „Die Glasbläserin“ (2016, Regie: Christiane Balthasar), „Das Boot“ (2018, Regie: Johannes W. Betz, Tony Saint) und „Brecht“ (2019, Regie: Heinrich Breloer). Seit 2019 arbeitet er als Senior Post Production Manager für Netflix in der Abteilung International Originals.

Patrick Günther "Call Harry"

Patrick Günther

Inhaber und Supervisor bei Call Harry

Patrick ist seit 2005 Teil der Postproduktionswelt in den Bereichen Commercial, Image- und Eventfilm, sowie einzelnen Langformaten. Nach seinem Studium an der FH Aachen mit Schwerpunkt Mediendesign & Film, schloss er dort 2004 mit der Ehrenmedaille der Hochschule ab. Seitdem arbeitete er als Editor für Filmproduktionen und später als Lead Compositor und Supervisor für namenhafte Postproduktionen in Hamburg. Mit großer Hingabe erstellte er mit dem 3D- und Kreativ-Department diverse Full CG Commercials. „Zu sehen, wie aus einem leeren Blatt Papier eine zauberhafte und detailreiche Welt entsteht, ist großartig.“

Während der Zeit als Department Head bei der Firma Optix, kümmerte er sich zudem um die Aus- und Weiterbildung der Praktikant*innen und Azubis mit dem Schwerpunkt „Learning To See“. Im Jahr 2017 gründete er dann das Postproduktionsunternehmen Call Harry, mit aktuellem Sitz in Halle an der Saale und ist für die Beratung und Umsetzung verschiedener digitaler Bewegtbildformate verantwortlich.

What Harry says? „Every Frame Matters!“

Christine Hiam

Coloristin

Christine Hiam tauchte 1998 bei VCC Perfect Pictures Hamburg in die Film-Farbwelt ein. Die digitale Farbkorrektur am analogen Material hatte zu der Zeit volle Fahrt aufgenommen und Christine hatte das Glück, an der Seite von Paul Breuer und Biggi Klier die Kreation von einzigartigen Looks für Werbung und Musikclips zu erleben und zu erlernen. Nach Jahren in der Hamburger Medienszene entdeckte sie in Berlin ihr Herz für den Langfilm. Sie betreute als Dailies-Coloristin bei ARRI/Schwarzfilm zahllose deutsche und internationale Produktionen, erlebte 2010 hautnah den lange angekündigten aber dann geradezu schlagartig passierenden Wechsel von analogem Filmmaterial hinzu digitalen Formaten und baute Ihren festen Platz in der nun stetig wachsenden Zahl von Coloristen als Freelancer aus. Sie arbeitete mit namhaften Regisseuren wie Wim Wenders und Hans Weingartner, schenkte Ihre Zeit aber genauso gern den kleinen Filmemachern und Studenten mit ihren Dokumentar- und Spielfilmen. Seit Anfang 2021 hält sie sich nun wieder als feste Inhouse-Coloristin unter ARRIs Dach auf. Ihr besonderes Steckenpferd ist die Restaurierung alter Filme.

Freya Arde

Komponistin für Film- und Fernsehproduktionen

Freya Arde ist Komponistin, Gitarristin, Musikproduzentin und Tonträgerherstellerin und gilt als „eines der deutschen Top-Talente der Filmmusik“ (MDM Magazin Trailer).
Zu ihren jüngsten Arbeiten gehören der deutsch-niederländische Jugendfilm MEIN EXTRAORDINÄRER SOMMER MIT TESS und die Verfilmung des Kultbuchs von Deutschlands populärstem Förster Peter Wohlleben, DAS VERBORGENE LEBEN DER BÄUME.
Gleich nach dem Abschluss ihres Masterstudiums der Filmmusik an der Hochschule für Film und Fernsehen Berlin Babelsberg im Jahr 2016 gewann sie den Deutschen Filmmusikpreis als beste Newcomerin für ihre Debütfilmmusik zu Nellys Abenteuer. Zuvor studierte sie Komposition und Gitarre an der Hochschule für Musik in Dresden und am Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse in Paris.
In ihren einzigartigen Klanglandschaften kombiniert sie akustische Instrumente mit Audioverarbeitung und Elektronik. Sie hat mit Orchestern wie dem Deutschen Filmorchester Babelsberg und dem Brandenburgischen Staatsorchester Frankfurt zusammengearbeitet.

Weitere Infos gibt es hier: Freya Arde . Composer

Miga Bär

Postproduction Supervisor

Miga schloss 2008 sein Studium an der Universität der Künste Utrecht ab (Bachelorstudiengang: Audiovisuelle Medien). Nach seinem Abschluss begann er eine freiberufliche Tätigkeit als Postproduction Supervisor, eine Position, die zu dieser Zeit nur von einer Handvoll Menschen in den Niederlanden besetzt war. Nach einem dreijährigen Abstecher zum Niederländischen Filmfestival, wo Miga als Produktions- und IT-Leiter tätig war, kehrte er in den Bereich der Postproduktion zurück. Diesmal arbeitete er als Direktor für Technologie und Innovation beim Amsterdamer Bildpostdienstleister Filmmore.
Im Jahr 2018 wagte Miga den Sprung in den internationalen Raum und wechselte zu Netflix, um das Produktionstechnologie-Team für Europa, den Nahen Osten und Afrika (EMEA) zu leiten. In dieser Rolle leitete er ein Team, das alle Netflix-Originalproduktionen auf technischer Ebene unterstützte und den Crews dabei half, die höchstmögliche technische Qualität zu erreichen und neue Technologien in ihre Arbeitsabläufe zu implementieren.
Derzeit ist Miga als Dozent für digitale Workflows und Postproduktion an der Niederländischen Filmakademie tätig und bietet seine Dienste als freiberuflicher Workflow- und Postproduktionsberater für verschiedene internationale Kunden an.

BEWERBUNG

Die maximale Teilnehmerzahl für den Postproduction Supervisor Workshop ist auf 20 begrenzt. Die IAMA und APostLab sichten die Einsendungen u. a. nach dem Kenntnisstand des Bewerbers bzw. der Bewerberin, um u. a. Gruppenarbeit so effektiv wie möglich gestalten zu können.

Interessenten bewerben sich bitte mit:

  • Motivationsschreiben (max. 2 Seiten)
  • Vita
  • Kurzbeschreibung des Projektes (wenn vorhanden)
  • *Bewerbungsformular (siehe unten)

Teilnahmegebühr

Die Teilnahmegebühr für den Postproduction Supervisor Workshop beträgt 600,00 Euro zzgl. 19 % MwSt. (714,00 Euro brutto) für TeilnehmerInnen mit Hauptwohnsitz im MDM-Gebiet (Sachsen-Anhalt, Thüringen, Sachsen).
Die Teilnahmegebühr für den Postproducion Supervisor Workshop beträgt 1.000,00 Euro zzgl. 19 % MwSt. (1190,00 Euro brutto) für TeilnehmerInnen mit Hauptwohnsitz außerhalb des MDM-Gebietes (deutschsprachiger Raum).
Die Teilnahmegebühr beinhaltet die Arbeitsmaterialien der einzelnen Dozent*innen, die Bereit-stellung des
Beispielprojektes, Teilnahmeurkunden (erfolgreiche Projektpräsentation) und Zertifikate (bestandener Test). Nicht enthalten sind Reise-, Logis- und Cateringkosten für die Präsenzveranstaltung in Halle (Saale) am 28. / 29. November 2022.

BEWERBUNGSFRIST VERLÄNGERT, bis 25. September 2022 per E-Mail an: info@iama-halle.de
Kontakt: International Academy of Media and Arts e.V.
Christiane Blobel | Mansfelder Straße 56, 06108 Halle (Saale)
Tel.: +49 (0)345 478 08 08 | Fax: +49 (0)345 478 08 88
c.blobel@iama-halle.de

Unser Dank gilt unseren Partner:innen und Förderern.

PARTNER:INNEN

FÖRDERERN

MDM-gefördert